Was ist Rettungshundesport?

Im Gegensatz zu vielen anderen Gruppierungen oder Vereinen im Rettungshundewesen sind wir keine Staffel, sondern – wie der Name schon sagt – eine Sportgruppe.

Das heißt, wir betreiben Hundesport und werden nicht in Katastrophengebiete gerufen und auch nicht von Polizei und Feuerwehr zur Vermisstensuche eingesetzt. Nichts desto trotz ist die Ausbildung unserer Hunde in weiten Teilen mit denen der Hunde in Rettungshundestaffeln identisch. Es entfallen für die Hundeführer Teile der Ausbildung wie z.B. die medizinische Erstversorgung und vor allem die Bereitschaft und der Einsatz selbst.

Hierzu müssen natürlich sowohl die Hunde, als auch die Hundeführer einiges lernen. Grundvoraussetzung für jede erfolgreiche Hundearbeit ist der Gehorsam bzw. die Unterordnung. Dazu kommen Gewandtheit (im Wesentlichen Gerätearbeit) und das Detachieren (der Hund läuft auf Befehl des Hundeführers gezielt bestimmte Punkte im Gelände an (z. B. ein Detachiertisch, Kegel, Rucksack) und verweilt dort bis zum nächsten Kommando – eine Übung für die Lenkbarkeit des Hundes im Suchgelände).

Die eigentliche Sucharbeit teilt sich in die Sparten, Fläche, Trümmer, Fährte und Mantrailing. Spezialdisziplinen sind die Lawinen- und die Wassersuche. Ziel dabei ist jeweils, in unterschiedlich beschaffenen Gebieten ein „Opfer“ zu suchen und zu finden. Der Hund sucht das festgelegte Gebiet nach diesem Opfer ab. Hat er gefunden, verweist er (in der Regel bellend) das Opfer so lange, bis der Hundeführer herankommt. Dabei darf er das Opfer nicht verlassen und natürlich auch nicht bedrängen.

Das alles üben wir in wechselnden Gebieten, sowohl im Umland, als auch in speziellen Trainingskursen, die dann beispielsweise in Österreich stattfinden. Manchmal trainieren wir auch zusammen mit befreundeten Vereinen und Staffeln, denn für eine gute Ausbildung ist Abwechslung in den Suchgebieten und auch bei den Helfern sehr wichtig.

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